Schoofs und Lemoine spielen um den Titel

Samstag, 18 Februar 2017

Zwei Niederländerinnen bestreiten am Sonntag ab 15 Uhr das Einzelfinale der vierten der AK ladies open: Bibiane Schoofs (rechts) und Quirine Lemoine (links) machen den Turniersieg unter sich aus. Zuvor bestreiten Tara Moore/Conny Perrin und Alexandra Cadantu/Cornelia Lister das Doppelendspiel (13 Uhr).
Es gab einige kuriose Spielverläufe beim 25.000-Dollar-Turnier im Westerwald. Am Freitagabend machte Quirine Lemoine im ersten Viertelfinalsatz gegen Dalila Jakupovic keinen Stich und drehte die Partie durch eine bemerkenswerte Aufholjagd noch in ihre Richtung. Am Samstag schrieb das erste der beiden Halbfinals eine ähnliche Geschichte.
Anna Kalinskaya schien zunächst einen Spaziergang in Richtung Finale hinzulegen. Die Russin benötige lediglich 21 Minuten, um ihrer niederländischen Gegnerin Bibiane Schoofs den ersten Satz mit 6:0 abzunehmen. Kalinskaya breakte auch direkt eingangs des zweiten Durchgangs, alles schien seinen Lauf zu nehmen für die 19-Jährige. Schoofs begann zu hadern, und es deutete wahrhaftig nicht mehr viel daraufhin, dass gute Stunde später ihre Gegnerin fassungslos den Weg zum Netz antreten und Schoofs zum Endspieleinzug gratulieren müsste. Die Partie erlebte eine 180-Grad-Wendung, weil die Niederländerin trotz des schier aussichtslosen Rückstandes nicht aufgab. Erst nach Kalinskayas 2:0-Führung im zweiten Durchgang gelang der späteren Siegerin der erste Spielbeginn. Beim 6:5 nahm sie der Russin den Aufschlag ab und zog nach Sätzen gleich. Im entscheidenden Abschnitt übernahm die Niederländerin endgültig das  Kommando, legte ruckzuck einen 5:0-Vorsprung vor und verwandelte 1:34 Stunde den Matchball. „Im ersten Satz war ich nicht im Spiel und hatte deshalb keine Chance. Das hat sich im zweiten Satz geändert“, kommentierte Schoofs.
Im zweiten Halbfinale dominierte Quirine Lemoine von Anfang bis zum Ende und ließ gegen Magdalena Rybarikova keine Zweifel aufkommen. Der  deutlichen Zwei-Satz-Sieg (6:1, 6:2) der Niederländerin, die am Tag zuvor die topgesetzte Dalila Jakupovic ausgeschaltet hatte, stand nach nur 58 Minuten fest. „Das Spiel war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Ich musste zu jeder Zeit 100 Prozent geben und bin froh, dass mir das gelungen ist“, freute sie sich über den Endspieleinzug.
Die unterlegene Rybarikova schätzte ihr Abschneiden in Altenkirchen sehr sachlich ein. Von Enttäuschung war bei der Slowakin nicht viel zu spüren: „Ich habe hier mein erstes Turnier nach siebenmonatiger Pause gespielt. Dafür war es ein gutes Ergebnis für mich. Ich habe die lange Auszeit heute gespürt und war ziemlich müde“, fasste die Nummer acht der Setzliste zusammen.
So stehen sich im Einzelendspiel der „AK ladies open“ heute ab 15 Uhr zum zweiten Mal in der Turniergeschichte zwei Spielerinnen aus dem gleichen Land gegenüber. Vor zwei Jahren bezwang Carina Witthöft im deutschen Duell Antonia Lottner. Diesmal wird der Siegerpokal in die Niederlande gehen.
Tara Moore und Conny Perrin sind nicht nur in der Doppelkonkurrenz in Altenkirchen ein Paar. Im Herbst haben sich die Britin und die Schweizerin verlobt. Am Sonntag streben sie im Endspiel ab 13 Uhr bei den AK ladies open ihren ersten gemeinsamen Turniersieg an. Moore zählte auch im Einzel zu den Turnierfavoritinnen, musste im Viertelfinale am Donnerstag allerdings krankheitsgeschwächt gegen Bibiane Schoofs die Segel streichen.
Die Gegnerinnen von Moore/Perrin ist die rumänisch-schwedische Kombination Alexandra Cadantu/Cornelia Lister, die in der Vorschlussrunde die topgesetzten Lesley Kerkhove/An-Sophie Mestach ausschalteten. Die meisten Doppel-Erfolge der vier Finalbeteiligten gelangen bislang Cornelia Lister, die seit 2014 insgesamt 14 Finals gewann. An der Seite von Alexandra Cadantu stand die 22-Jährige erst vor zwei Wochen im Endspiel von Grenoble.