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Paula Kania-Chodun und Julia Wachaczyk waren in den entscheidenden Momenten des Doppel-Endspiels den entscheidenden Tick besser als Viktorija Golubic und Ylena In-Albon.

Das Favoritendoppel setzt sich durch

Die Nummer eins der Setzliste hat in Altenkirchen die Erwartungen erfüllt und die Pokale mit nach Hause genommen. Paula Kania-Chodun und Julia Wachaczyk entschieden am Samstag das Doppelendspiel der „AK ladies open“ durch einen 7:6, 6:4-Zweisatzsieg gegen Viktorija Golubic und Ylena In-Albon aus der Schweiz für sich. Die 26-jährige gebürtige Bielefelderin Wachaczyk und die zwei Jahre ältere Polin Kania-Chodun bildeten im Westerwald zum ersten Mal ein Doppel. „Es hat gut geklappt“, bilanzierte Wachaczyk nach der erfolgreich zu Ende gebrachten Woche. In der ersten Runde mussten die Siegerinnen gegen Viktoriia Dema/Mariana Drazic alles aufbieten und gewannen hauchdünn mit 12:10 im Match-Tiebreak. Danach gaben sie keinen Satz mehr ab. Auch die Schweizer Kombination musste sich glatt geschlagen geben. „Sie haben in den entscheidenden Momenten richtig gut gespielt“, erklärte die unterlegene Golubic bei der Siegerehrung.
Im ersten Satz erspielten sich Kania-Chodun/Wachaczyk schnell eine 4:1-Führung. Die Schweizerinnen kamen dann immer besser in Fahrt, gewannen vier Spiele in Folge und schlugen beim Stand von 5:4 sogar zum Satzgewinn auf. Kania-Chodun/Wachaczyk schafften das Re-Break und hatten im Tiebreak das bessere Ende auf ihrer Seite (7:5).
Die Entscheidung im zweiten Durchgang fiel im siebten Aufschlagspiel. Golubic/In-Albon brachten ihren Aufschlag nicht durch und liefen erfolglos diesem Rückstand hinterher. Nach 1:32 Minuten verwandelten die Favoritinnen ihren Matchball. „Es war ein Genuss, gemeinsam mit Julia hier spielen zu dürfen“, bedankte sich Kania-Chodun bei ihrer Partnerin und den Organisatoren der „AK ladies open“. Die Spielerinnen schätzen es in dieser schwierigen Zeit besonders, die Möglichkeit zu bekommen Turniere spielen zu können. „Wir wissen alle, wie anspruchsvoll die Durchführung momentan ist. Danke an den Turnierdirektor und alle Helfer“, schickte Ylena In-Albon emotionale Worte in Richtung der fleißigen Macher auf der Glockenspitze.
Die Hoffnungen der Schweizerinnen, die zu dritt im Einzelhalbfinale gestanden hatten, ruhen jetzt auf den Schultern von Simona Waltert. Die 20-Jährige warf in der Vorschlussrunde ihre Landsmännin Golubic aus dem Rennen (6:4, 6:2) und bestreitet am Sonntag ab 13 Uhr das Endspiel gegen die Dänin Clara Tauson. Die 18-Jährige freute sich nach 98 Minuten über ihren Erfolg gegen Susan Bandecchi (7:6, 6:4).

Einzel, Halbfinale: Clara Tauson (Dänemark) – Susan Bandecchi (Schweiz) 7:6, 6:4; Simona Waltert (Schweiz) – Viktorija Golubic (Schweiz) 6:4, 6:2.
Doppel, Finale: Paula Kania-Chodun/Julia Wachaczyk (Polen/Deutschland) – Viktorija Golubic/Ylena In-Albon (Schweiz) 7:6, 6:4.

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Es könnte das Wochenende von Viktorija Golubic werden. Sie steht am Samstag in Doppel-Endspiel und kämpft zudem um den Einzug ins Einzel-Finale.

Schweizer Festspiele in Altenkirchen

Die Schweizer Tennisspielerinnen haben bei den „AK ladies open“ ihre ganz eigene Erfolgsgeschichte geschrieben. Mit ihrem Sieg gegen die top-gesetzte Oceane Dodin setzte Leonie Küng in der 1. Runde bereits ein Ausrufezeichen, und jetzt haben die Eidgenössinnen gleich in beiden Konkurrenzen die Möglichkeit, die Siegertrophäen zu ergattern. Im Doppelfinale am Samstag werden Viktorija Golubic und Ylena In-Albon die Nummer eins der Setzliste, Paula Kania-Chodun und Julia Wachaczyk, herausfordern. Für Golubic wird dieses Endspiel am vorletzten Turniersieg einer von zwei Einsätzen auf dem Center-Court des SRS-Sportparks. Zuvor will sie durch einen Sieg im Einzel-Halbfinale gegen ihre Landsmännin Simona Waltert dafür sorgen, am Sonntag noch einmal ranzudürfen. Der Übermacht aus der Alpenrepublik stellt sich die Dänin Clara Tauson entgegen, die in der Vorschlussrunde auf Susan Bandecchi trifft.
Tauson warf die letzte deutsche Vertreterin in Altenkirchen aus dem Rennen. In zwei Sätzen behauptete sich die Junioren-Siegerin der Australian Open von 2019 gegen Jule Niemeier. Bitter verlief der Altenkirchen-Abschied am Freitag für Maryna Zanevska aus. Die Belgierin gewann den ersten Satz gegen Simona Waltert im Tiebreak, musste kurz später aufgrund einer Oberschenkelverletzung jedoch passen. Die 27-Jährige gab schon im Jahr 2018 im Westerwald auf – damals während des Halbfinales gegen Karolina Muchova.

Die Ergebnisse des 6. Tages
Einzel, Viertelfinale: Susan Bandecchi (Schweiz) – Viktoriya Tomova (Bulgarien) 6:2, 2:6, 6:2; Jule Niemeier (Deutschland) – Clara Tauson (Dänemark) 4:6, 4:6; Viktorija Golubic (Schweiz) – Cristina Bucsa (Spanien) 6:3, 6:3; Simona Waltert (Schweiz) – Maryna Zanevska (Belgien) 6:7, 1:0 Aufgabe Zanevska.
Doppel, Halbfinale: Paula Kania-Chodun/Julia Wachaczyk (Polen/Deutschland) – Arianne Hartono/Yuriko Lily Miyazaki (Niederlande/Japan) 6:3, 6:4; Golubic/Ylena In-Albon (Schweiz) – Jana Fett/Dalma Galfi (Kroatien/Ungarn) 6:2, 6:1.

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Susan Bandecchi aus der Schweiz steht zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale der AK ladies open.

Niemeier hält die deutschen Fahnen aufrecht

Das Einzel-Viertel- und das Doppel-Halbfinale der AK ladies open ist komplett. Die Felder haben sich am Donnerstag weiter ausgedünnt. Auffallend dabei: Alle neun Begegnungen waren schon nach zwei Durchgängen beendet.
Drei gesetzte Spielerinnen (Viktoriya Tomova, Viktorija Golubic, Clara Tauson), zwei Qualifikantinnen (Susan Bandecchi, Simona Waltert), eine Wild-Card-Inhaberin (Jule Niemeier) sowie Maryna Zanevska und Cristina Bucsa haben ihre Begegnungen für sich entschieden. Tauson zog kampflos in die nächste Runde ein, weil die Polin Maja Chwalinska nicht antrat.
Die deutschen Hoffnungen ruhen von nun an auf den Schultern von Jule Niemeier. Nach ihrem Sieg gegen Ysaline Bonaventure gab sie auch der Ukrainerin Daria Snigur das Nachsehen. Die Siegeszüge der aus der Qualifikation gekommenen Stephanie Gerlach und Noma Noha-Akugue endeten hingegen. Die Deutsche Meisterin Noha-Akugue leistete Tomova viel Widerstand, am Ende spielte die Bulgarin jedoch ihren Erfahrungsvorteil aus. Katharina Gerlach, die trotz in der Niederlage in der zweiten Qualifikationsrunde als Lucky Loser eine zweite Chance bekam, musste die Überlegenheit von Crista Bucsa anerkennen. Leonie Küng hoffte mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen die top-gesetzte Oceane Dodin am Abend zuvor auch ihrer Schweizer Landsmännin Susan Bandecchi beikommen zu können. Es gelang nicht. Bandecchi erreichte zum dritten Mal das Viertelfinale in Altenkirchen. Das Gleiche gilt für Maryna Zanevska aus Belgien, die in der Night Session Magdalena Frech besiegte.
In der Doppelkonkurrenz erreichten Paula Kania-Chodun/Julia Wachaczyk und Viktorija Golubic/Ylena In-Albon kampflos die Vorschlussrunde, weil die Paarungen Marie Benoit/Ysaline Bonaventure und Maja Chwalinska/Leonie Küng zurückzogen. Die deutschen Kombinationen waren indes chancenlos. Für Anna Gabric/Emily Seibold und Noma Noha-Akugue/Nastasja Schunk ist das Turnier beendet.

Die Ergebnisse 5. Turniertages
Einzel, 2. Runde: Maja Chwalinska (Polen) – Clara Tauson (Dänemark) kampflos an Chwalinska; Viktorija Golubic (Schweiz) – Stephanie Wagner (Deutschland) 7:5, 6:1; Noma Noha-Akugue (Deutschland) – Viktoriya Tomova (Bulgarien) 5:7, 3:6; Simona Waltert (Schweiz) – Yuriko Lily Miyazaki (Japan) 6:4, 6:4; Jule Niemeier (Deutschland) – Daria Snigur (Ukraine) 6:3, 6:1; Cristina Bucsa (Rumänien) – Katharina Gerlach (Deutschland) 6:1, 6:3; Leonie Küng (Schweiz) – Susan Bandecchi (Schweiz) 5:7; 1:6; Maryna Zanevska (Belgien) – Magdalena Frech (Polen) 6:4, 6:1.

Doppel, Viertelfinale: Paula Kania-Chodun/Julia Wachaczyk (Polen/Deutschland) – Marie Benoit/Ysaline Bonaventure (Belgien) kampflos an Kania-Chodun/Wachaczyk; Maja Chwalinska/Leonie Küng (Polen/Schweiz) – Viktorija Golubic/Ylena In-Albon (Schweiz) kampflos an Golubic/In-Albon; Anna Gabric/Emily Seibold (Deutschland) – Arianne Hartono/Yuriko Lily Miyazaki (Niederlande/Japan) 1:6, 3:6; Noma Noha-Akugue/Nastasja Schunk (Deutschland) – Jana Fett/Dalma Galfi (Kroatien/Ungarn) 1:6; 2:6.