Der Tag der Deutschen in Altenkirchen

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on xing
Share on email
Share on print

Angekommen auf der Altenkirchener Glockenspitze, eine kurze Begrüßung im Turnierbüro, die Akkreditierung abgeholt und anschließend auf direktem Weg in die Halle:
Barbara Rittner ging am Dienstagvormittag in der Kreisstadt direkt zum Wesentlichen über, wofür sie den „AK ladies open“ von Anfang an Jahr für Jahr Besuche abstattet. Die Chefin des deutschen Frauentennis macht sich, diesmal trotz Erkältung, im Westerwald ein Bild vom aktuellen Leistungsstand ihrer Spielerinnen, und von denen stand direkt im ersten Einzel eine auf dem Center-Court. Nastasja Schunk, beim Weltranglistenturnier im SRS-Sportpark mit einer Wildcard dabei, traf in ihrem Erstrunden-Einzel auf die US-Amerikanerin Chiara Scholl, die sie sich am Vortag als „Glücksfee“ bei der Auslosung selbst als Gegnerin für ihre Premiere bei einem 25 000er-Turnier beschert hatte. Für Schunk, die kürzlich ihre schulische Laufbahn mit der mittleren Reife abgeschlossen hat und sich nun ganz auf den Sport konzentrieren kann, ging‘s großartig los. Sie dominierte ihre Gegnerin, im Jahr 2011 immerhin schon einmal die Nummer 164 der Welt, qualifizierte sich leicht für die zweite Runde und erntete den Beifall Rittners: „Nastasja hat ihre Sache sehr gut gemacht.“
Ob es die Anwesenheit der ehemaligen Fed-Cup-Teamchefin war, die die jungen DTB-Spielerinnen beflügelte? Die 16-jährige Schunk eröffnete einen aus deutscher Sicht jedenfalls erfolgreichen ersten Hauptrundentag.

Nach ihr triumphierten auch Anna Zaja und Jule Niemeier. Zaja setzte ein Ausrufezeichen gegen die an Position vier gesetzte Marina Melnikova aus Russland (6:4, 6:3), Niemeier gab der Italienerin Verena Meliss das Nachsehen (6:2, 6:3). Lediglich Mina Hodzic zog den Kürzeren. Die Moerserin, die am Montag in der Qualifikation unterlegen war, rückte als „Lucky Loser“ nach, weil Jessica Pieri verletzungsbedingt absagen musste und unverrichteter Dinge abreiste. Somit wurde ein Platz frei, den Hodzic einnahm. Sie verlor gegen Stefania Rubini mit 3:6 und 4:6.
„Wir haben viel von unserem Nachwuchs bei den AK ladies open. Die Spielerinnen sollen Erfahrungen sammeln“, erklärt Rittner. Sieben ihrer Schützlinge haben den Sprung ins Hauptfeld geschafft, drei von ihnen sind noch Teenager, Jule Niemeier ist gerade erst 20 geworden. „Jule traue ich zu, hier ein Wörtchen mitreden zu können, auch wenn das Altenkirchener Turnier im Vergleich zu anderen dieser Preisgeldkategorie stark besetzt ist und es somit nicht einfach ist, hier weit zu kommen“, glaubt die ehemalige Weltklassespielerin. In der Setzliste steht zudem Stephanie Wagner auf Position sieben, die heute gegen die Belgierin Magali Kempen spielt und die deutsche Erfolgsquote weiter in die Höhe schrauben will.

Das Gleiche gilt für Eva Lys, die auf die tschechische Qualifikantin Karolina Berankova trifft, und Lokalmatadorin Romy Kölzer. Die Betzdorferin ging im Doppel an der Seite von Sinja Kraus gegen die rumänische Paarung Andreea Mitu/Laura Ioana Paar leer aus. Ihre Einzelgegner kommt ebenfalls aus Rumänien, die starke Doppelspielerin Alexandra Cadantu.


DTB-Präsident Ulrich Klaus freute sich beim Turnier in seinem Heimatverband ebenfalls über die deutschen Erfolge und lobte Ausrichter in höchsten Tönen: „Die Spielerinnen lieben das Turnier. Es geht sehr familiär zu. Gerade die jungen Akteurinnen wünschen sich, dass man sich um sich kümmert und sie umsorgt. So viel Fürsorge wie in Altenkirchen erleben sie nur ganz selten.“

Ergebnisse des Tages:
Einzel, 1. Runde:
Julie Niemeier (Deutschland) – Verena Meliss (Italien) 6:2, 6:3; Monika Kilnarova (Tschechien) – Linda Fruhvirtova (Tschechien) 6:7, 0:6; Martina Melnikova (Russland) – Anna Zaja (Deutschland) 4:6, 3:6; Chiara Scholl (USA) – Nastasja Schunk (Deutschland) 2:6, 1:6; Anreea Mitu (Rumänien) – Katarzyna Piter (POL) 3:6, 7:5, 6:2; Valentina Ivakhnenko (Russland) – Magdalena Pantuckova (Tschechien) 3:6, 2:6; Susan Bandecchi (Schweiz) – Claudia Coppola (Italien) 6:1, 3:0 Aufgabe Coppola; Stefania Rubini (Italien) – Mina Hodzic (Deutschland) 6:3, 6:4.

Doppel, Viertelfinale: Andreea Mitu/Laura-Iona Paar (Rumänien) – Romy Kölzer/Sinja Kraus (Deutschland/Österreich) 6:4, 6:1; Magali Kempen/Prathana Thombare (Belgien/Indien) – Maja Chwalinska/Linda Fruhvirtova (Polen/Tschechien) 7:5, 6:3.

Doppel, 1. Runde: Katharina Hering/Arlinda Rushiti (Deutschland/Schweiz) – Anna Popescu/Chiara Scholl (Großbritannien/USA) 6:4, 6:4.