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Maja Chwalinska kämpft sich zurück

Die „AK ladies open“ haben am zweiten Hauptfeld-Tag weiter an Fahrt aufgenommen und etliche gutklassige und zugleich auch dramatische Begegnungen geboten.

Sechs von acht Einzeln gingen über die maximale Distanz von drei Sätzen. „Und das in der ersten Runde. Hier sieht man, wie ausgeglichen unser Teilnehmerfeld besetzt ist. Man darf sich in den nächsten Tagen ganz sicher noch auf die eine oder andere Überraschung freuen“, glaubt Turnierdirektor Razvan Mihai. Dem Kreis der Favoritinnen dürfte das nicht gefallen.

Drei Gesetzte haben nach Niederlagen schon ihre Sachen gepackt. Marina Melnikova (Russland), Valentina Ivakhnenko (Russland) und Alexandra Cadantu (Rumänien) mussten ihre Ambitionen auf den Turniersieg begraben. Aus heimischer Sicht sorgte die Betzdorferin Romy Kölzer mit ihrem Dreisatz-Sieg gegen Cadantu für einen Höhepunkt und trug zur guten Quote der deutschen Spielerinnen bei. Ihr folgten Wildcard-Spielerin Eva Lys und Stephanie Wagner in die Runde der letzten 16. Es hätte durchaus noch weitere aus dem Favoritenkreis erwischen können. Die krankheitsbedingt geschwächt angereiste Vorjahres-Halbfinalistin Maja Chwalinska aus Polen drehte gegen Tatiana Pieri (Italien) mit großem Kampfgeist einen hohen Rückstand, auch die Rumänin Laura-Ioana Paar brauchte Akklimatisierungszeit, um sich gegen Sinja Kraus zurechtzufinden. Die Nummer eins der Setzliste gab sich keine Blöße: Bibiane Schoofs verlor zwar den zweiten Durchgang gegen Ange Oby Kajuru, fand danach aber zurück in die Spur.


Ergebnisse des Tages:
Einzel, 1. Runde: Romy Kölzer (Deutschland) – Alexandra Cadantu (Rumänien) 2:6, 6:3, 6:3; Magali Kempen (Belgien) – Stephanie Wagner (Deutschland) 6:4, 4:6, 0:6; Karolina Berankova (Tschechien) – Eva Lys (Deutschland) 4:6, 2:6; Sinja Kraus (Österreich) – Laura-Ioana Paar (Rumänien) 6:1, 2:6, 1:6; Bibiane Schoofs (Niederlande) – Ange Oby Kajuru (Japan); Marie Benoit (Belgien) – Manon Arcangioli (Frankreich) 6:3, 5:7, 6:2; Arlina Rushiti (Schweiz) – Barbora Miklova (Tschechien) 7:5, 7:6; Tatiana Pieri (Italien) – Maja Chwalinska (Polen) 6:3, 4:6, 4:6.
 
Doppel, Viertelfinale: Majda Ajradini/Radina Rakic (Deutschland/Österreich) 1:6, 0:6; Anna Popescu/Chiara Scholl (Großbritannien/USA) – Alena Fomina/Valentina Ivakhnenko (Russland) 6:4, 6:3.
AK Ladies Open,   21.02.2019  -  Halbfinale Doppel, Elena Bogdan (ROU)/Shuyue Ma (CHN) vs. Marie Benoit (BEL)/Katarzyna Piter (POL) (6:7 / 6:7)

Benoit und Piter im Doppelfinale

Die ersten beiden von sechs Finalistinnen der AK ladies open stehen seit Donnerstagabend fest: Marie Benoit und Katarzyna Piter aus Belgien und Polen entschieden das spannende erste Doppelhalbfinale gegen Shuyue Ma/Elena Bogdan (China/Rumänien) durch zwei gewonnene Tie-Breaks mit 7:6 und 7:6 für sich. Ihre Gegnerinnen werden am Freitag zwischen Albina Khabibulina/Julia Wachaczyk und Cristina Bucsa/Rosalie van der Hoek ermittelt. Beide Paarungen gewannen ihr Viertelfinale im Champions-Tie-Break.

Im Einzel ist derweil Katharina Hobgarski die einzige verbliebene deutsche Kandidatin auf den Turniersieg in Altenkirchen, der zuletzt 2015 im eigenen Land blieb. Damals gewann die Hamburgerin Carina Witthöft. Hobgarski gab in zwei Sätzen lediglich fünf Spiele ab und gab der Belgierin Lara Salden (6:2, 6:3) ähnlich deutlich wie bei ihrem ersten Aufeinandertreffen im Vorjahr auf Sand in Frankreich das Nachsehen. Die Night-Sessions sind in Altenkirchen zwar gut besucht, für die DTB-Vertreterinnen jedoch keine Erfolgsgeschichte. Ein Tag nach dem überraschenden Ausscheiden von Antonia Lottner musste sich auch die Oberdürenbacherin Anna-Lena Friedsam aus dem Turnier verabschieden. Friedsam verlor mit 3:6 und 3:6 gegen die Italienerin Stefania Rubini. Auch Qualifikantin Stephanie Wagners Weg endete, sie war chancenlos gegen Maryna Zanevska.
Die Reihe der gesetzten Spielerinnen verkürzte sich in der 2. Runde um zwei Namen: Isabella Shinikova (Bulgarien) schied gegen Shuyue Ma aus China aus (4:6, 6:2, 4:6), die Nummer drei der Setzliste, Valentina Ivakhnenko aus Russland, konnte von ihrer 1:0-Satzführung gegen Marie Benoit (Belgien) nicht profitieren und verlor die beiden folgenden Durchgänge mit 2:6 und 0:6.
Vorjahressiegerin Harriet Dart könnte eine Nachfolgerin bekommen, die genauso wie die Britin aus der Qualifikation kommt: Susan Bandecchi und Maja Chwalinska können die Story der durchstartenden Qualifikantinnen fortschreiben. Auch sie stehen im Viertelfinale.

Rene Weiss